Archive for Februar, 2008
Zusammen ist man weniger allein
Ich war selten so verzweifelt wie jetzt, als ich ein Buch ausgelesen habe. Schrecklich.
Womit soll ich nun meine Nächte füllen?! Es war wunderbar – vielen Dank nochmal dafür, was besseres hätte es für die Zeit nicht geben können.
Ich habe mir auch schon sehr sehr lange mehr keine Markierungen in einem Buch gemacht, wenn ich etwas sehr gelungen fand. Nun strotzt das verschlungene Meisterwerk geradezu vor umgeknickte Seitenecken.
Ein paar kleine Auszüge hier:
Sie wusste nicht mehr, wo sie hingehörte, und außerdem mochte sie Philibert. Warum sollte sie sich ständig geißeln und sich mit zusammengebissenen Zähnen an die Brust schlagen? Ihrer Unabhängigkeit zuliebe? Was für eine Errungenschaft. Sie hatte jahrelang nur dieses Wort im Mund geführt, und was hatte es ihr gebracht? Wo war sie gelandet? In diesem Loch, wo sie die Nachmittage damit verbrachte, eine Zigarette nach der anderen zu rauchen und mit ihrem Schicksal zu hadern? Wie erbärmlich. Es war erbärmlich. Bald war sie siebenundzwanzig und hatte im Leben noch nichts erreicht. Keine Freunde, keine Erinnerungen und auch keine Veranlassung, sich selbst nur die geringste Anerkennung zu zollen. Was war passiert ? Warum hatte sie es nicht geschafft, mit ihren Händen zwei oder drei etwas wertvollere Dinge zu umschließen und sie festzuhalten? Warum?
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Links der große Hagere mit seinem Pelzmantel Stil Rußlanheimkehrer, rechts der kleine Stämmige mit seiner Lucky-Strike-Jacke und in der Mitte die junge Frau, die piepte, lachte, hüpfte und insgeheim davon träumte, hochgehoben zu werden und die beiden sagen zu hören: “Eins! Zwei! Drei! Huuuuiiiii…” Sie drückte sie, so fest sie konnte. Heute war sie völlig im Gleichgewicht. Nicht zu weit vorn, nicht zu weit hinten, sondern da. In der Mitte. Zwischen zwei gutmütigen Ellbogen.
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Klick.
Keiner bewegt sich.
Den Moment festgehalten.
Glück pur.
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Eine Nachricht auf ihrem Handy. Ihre Mutter. Nix da, heute nicht.
Um die Nachricht zu löschen, drücken Sie die Sterntaste.
Machen wir. Und Stern.
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Und doch war sie nicht mehr dieselbe. Es war nicht mehr dieselbe Person, die den Stift führte. Sie hatte sich gehäutet, sie hatte die Granitblöcke, die sie seit Jahren am Vorankommen hinderten, verrückt und gesprengt.
Heute Abend warteten Menschen auf ihre Rückkehr. Menschen, die sich nicht darum scherten, was sie wert war. Die sie aus anderen Gründen mochten. Um ihretwillen vielleicht.
Um meinetwillen?
Um deinetwillen.
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“Seit meinem fünften Lebensjahr war ich besessen, die Form der Dinge zu skizzieren.
Nach meinem 50. Lebensjahr machte ich eine Reihe von Grafiken, aber alles was ich vor meinem 70. Lebensjahr produzierte, ist der Rede nicht wert.
Im Alter von 72 Jahren lernte ich schließlich etwas über die wahre Natur von Vögeln, Tieren, Insekten, Fischen und die Art der Gräser und Bäume.
Deshalb werde ich im Alter von 82 wohl einige Fortschritte erzielt haben, mit 90 werde ich dann noch tiefer in die Bedeutung der Dinge eingestiegen sein, mit 100 werde ich echt gut sein und mit 110 wird jeder Punkt, jede Linie ihr eigenes Leben haben.
Ich hoffe nur, daß einige Leute so alt werden, um den Wahrheitsgehalt meiner Worte zu erkennen.”
Geschrieben im Alter von fünfundsiebzig Jahren von mir, Hokusai, dem von der Malerei besessenen Alten.
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Dann drehte sie sich eine Zigarette.
Dann säuberte sie sich mit einem Streichholz die Fingernägel.
Dann sah sie nach ihrer “Quiche”.
Dann putze sie drei kleine Salatköpfe und etwas Schnittlauch.
Dann wusch sie alles.
Dann schenkte sie sich ein Glas Weißwein ein.
Dann ging sie unter die Dusche.
Dann zog sie sich einen Pullover über und ging wieder in den Garten.
Sie legte ihr eine Hand auf die Schulter.
“Sie werden sich erkälten, Paulette.”
Sie schüttelte sie sanft:
“Paulette?”
Noch nie war ihr ein Bild so schwergefallen.
Sie machte nur eins.
Das Allerschönste vielleicht.
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Sie legte den Kopf an die Tür und das Parkett verwandelte sich in Treibsand.
Nein. Nicht er. Nicht auch noch er.
Sie steckte die Fäuste in den Mund.
Nein. Es fing wieder an. Sie war erneut im Begriff, alles zu verlieren.
Nicht schon wieder, verdammt.
Nicht schon wieder.
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Ihre Haare kitzelten ihn, er war voller Rotz und sehr glücklich.
Sehr glücklich.
Er lächelte. Zum ersten Mal im Leben war er zur richtigen Zeit am richtigen Ort.
Er rieb sein Kopf auf ihrem Kopf.
“Komm schon, mein Schatz. Mach dir keine Sorgen, wir schaffen das. Wir werden es nicht besser machen als die anderen, aber auch nicht schlechter. Wir schaffen das, glaub mir. Wir schaffen das. Wir haben nichts zu verlieren, weil wir nichts haben. Komm.”
rooms are smaller when packed in boxes!
Es wurde Zeit!
Und jetzt fühlt es sich auch irgendwie gut an. Es erdrückt einen nicht mehr.
Wie sagte meine liebe Frau Mutter noch: “Zuerst das Chaos um einen rum beseitigen!” – Recht hat(te) sie!
No commentsNaturBar
An manchen Nachmittagen ist die Korte Klippe ganz besonders schön!
Wie war nochmal das Zauberwort?! …äääh achja: Zeit!
Besichtigungstermin
Ich krieg mein eigenes Büro mit allem drum und dran:)
Unmittelbar neben der Ruhr und den Festivalwiesen -Pfingsten kann kommen!
- bis dahin steht jetzt allerdings leider noch ziemlich viel Arbeit an… – egal, ich freu mich.
Langsam festigen sich die Zukunftspläne, die andere für mich erdachten, auch in meinem Kopf. Vielleicht ist’s ja doch mal nicht ganz so verkehrt einen Rat zu befolgen… wer weiß das schon.
No commentsSEMESTERFERIEN!
…und vorher noch dezent meine Klausur bestdanen
Nun sind 2 Monate Freizeit angesagt!

[Gibt ja auch keine(n) bessere(n) Klausurkombi / -ort]
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